Kneipp-Kindergarten Wurzel-Purzel Epfenhausen

1 - 3 Jahren Krippe 3 - 6 Jahren Kindergarten

Address
Kneipp-Kindergarten Wurzel-Purzel Epfenhausen
Bahnhofstraße 14
86929 Penzing
Funding authority
Gemeinde Penzing
Fritz-Börner-Straße 11
86929 Penzing
kindergarten@penzing.de
08191/9406966 (Birgit Geier)
Opening times7:00 AM - 3:00 PM o'clock
Closing daysFreitags ist der Kindergarten von 7:00 bis13:00 Uhr geöffnet

Die Schließtage werden zu Beginn des Kindergartenjahres bekannt gegeben und umfassen 30 Tage; zusätzlich können bis zu 3 Tage für pädagogische Planung und Weiterbildung hinzukommen. In der Regel ist der Kindergarten an Weihnachten, zu Pfingsten und in den Sommerferien geschlossen.
Specially educational concept daily routine language education, inclusion, Kneipp Kindergarten, nature education, partially open concept, Situation approach
Extras Barrier-free, Child care for physical education, Integrative facility, care with lunch
Pets keine Haustiere

Current information

Introduction/specifics

Vorstellung

Im Jahr 2001 öffnete unser Kindergarten Wurzel Purzel in Epfenhausen erstmals seine Türen. Mit viel Engagement betreuten damals eine Erzeiherin und eine Kinderpflegerin 25 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt - der Grundstein für eine lebendige und liebevolle Einrichtung war gelegt.

Ein bedeutender Meilenstein folgte im Dezember 2012: Die offizielle Anerkennung als Kneipp Einrichtung. Seither prägt die Gesundheitsphilosophie von  Pfarrer Sebastian Kneipp unseren pädagogischen Alltag. Ganz nach dem Motto: Jeder Mensch - ob groß oder klein - kann selbst etwa für sein Wohlbefinden tun.

Mit den Jahren wuchs nicht nur unsere Erfahrung, sondern auch die Nachfrage und seit September 2025 durften wir in unsere neuen, großzügigen Räumlichkeiten beziehen. Ein echter Neubeginn - mit viel Licht, Platz, und neuen Möglichkeiten für Kinder und Team.

Mehr Platz, mehr Leben, mehr Wurzel Purzel!

Heute bietet unser Kindergarten Raum für bis zu 62 Kinder - mehr als doppelt so viele wei zu Beginn. Auch unser Team ist kräftig gewachsen.

Schon beim Ankommen ist spürbar: Hier ist etwas Besonderes entstanden. Das große Wurzel Purzel Logo begrüßt alle mit einem Lächeln - und macht Lust auf Spielen, Entdecken und gemeinsames Wachsen.

 

 

Rooms

 

 

Daily Schedule

Ab 7:00 Uhr
        •       Begrüßung der ersten Kinder
        •       Freispielzeit


Um ca.  9:15 Uhr
        •       Morgenkreis


Bis ca. 11:00 Uhr
        •       Gezielte pädagogische Angebote
        •       Malen, Basteln, Gestalten, Singen, Feiern
        •       Spielen im Freien oder Spaziergänge

        •       14tägiger Schwimmbadbesuch


Ab 11:00 Uhr
        •       Gartenzeit


Ab 12:15 Uhr
        •       Gemeinsames Mittagessen


Ab 12:45 Uhr
        •       Entspannung/Mittagsruhe


Anschließend
        •       Freies Spiel


12:00 – 15:00 Uhr
        •       Abholzeit je nach Buchungsumfang

Care providers are responsible for all profile content. (State: 16/04/2026 09:15:29)

Basics

Pädagogische Konzeption

Unser Leitbild

Kinder wollen selbstständig handeln und die Welt entdecken:


 

“Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeig mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es alleine tun.
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger,
vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir auch Fehler zu,
denn aus ihnen kann ich lernen.”

Maria Montessori


 

 

 

Unsere pädagogischen Ziele

 

Wie können wir Kinderwünsche erfüllen?

 

 

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit umschließt drei entscheidende Erfahrungsbereiche, für welche die Kinder im Sinne eines erfolgreichen Starts ins Leben sensibilisiert werden sollen.

 

 

 

 

Ich bin ich

(Selbstkompetenz)

 

Jedes Kind soll Vertrauen in die eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten entwickeln und diese angemessen einschätzen lernen. Auch wenn es Fehler macht oder seine Fähigkeiten noch entwicklungsfähig sind, wird es von seiner Umgebung angenommen.

 

 

Gemeinsam sind wir stark

(Sozialkompetenz)

 

Wir verstehen unseren Kindergarten als einen Raum, in dem Platz für jedes Kind unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität und gesellschaftlicher Stellung ist. Jedes Kind soll lernen, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Kindern und den Betreuerinnen aufbauen zu können. Im Umgang mit der Gruppe wird die Fähigkeit entwickelt, eigene Emotionen und Bedürfnisse mit denjenigen anderer in Bezug zu setzen, eigene Interessen und die der anderen kennen zu lernen und mit einander abzuwägen. In Konfliktfällen geht es uns darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu entwickeln.

Auch sollen die Kinder lernen mit belastenden Situationen und Veränderungen umzugehen und für sich passende Ansätze zur Bewältigung finden. (Resilienz)

 

 

 

 

 

Zeig mir was!

(Sachkompetenz)

 

Sinn der Vielzahl der in der Gruppe unternommenen Aktivitäten ist es, Neugierde und Spaß am Spielen, Lernen und gemeinsamen Erleben zu wecken. Jedes Kind braucht Raum und Zeit, um die ihm bzw. ihr eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern. Hierzu gehört die altersgemäße Förderung der Motorik, verbaler wie nonverbaler Kommunikation sowie die Sensibilisierung von Augen, Ohren, Riech-, Schmeck- und Tastsinn.
Der Dialog zwischen Erzieherinnen, Eltern – und Kindern – ist uns wichtig. Zu diesem gehört unserer Überzeugung nach auch das gelegentliche ehrenamtliche Engagement der Eltern.

 

 

Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an den pädagogischen Leitzielen des Bayerischen Kinderbetreuungs– und Bildungsgesetzes (BayKiBiG) und des Bildungs- und Erziehungsplans (BEP).

 

Was ist BayKiBiG?

 

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird nicht erst mit Schuleintritt wirksam, sondern bereits mit Geburt, denn Kinder lernen von Geburt an. Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, kurz BayKiBiG des Freistaats Bayern ist ein Landesgesetz, das 2005 vom Bayerischen Landtag erlassen wurde. Wesentliche Ziele sind der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung und die Qualitätsentwicklung und –Sicherung im Bereich der Betreuung.

 

 

          Wie setzen wir das um?

 

Es ist sehr schwer etwas in Worte zu fassen, was für das Auge unsichtbar ist

Aber wir wollen es wenigstens versuchen!

Die Grundlage für unsere Arbeit ist, dass ihr Kind sich bei uns wohl fühlt!

Damit dies gelingt gilt für uns, dass wir ihr Kind mit seiner Persönlichkeit und seiner Individualität annehmen und respektieren!

 

Erst dann können wir mit den verschiedenen Schwerpunkten unserer Einrichtung ansetzen und arbeiten!

Dabei orientieren wir uns an den altersgemäßen Bedürfnissen und Interessen der Kinder im jeweiligen Tagesablauf (§22 Abs. 3 SGB VIII)

Wir sehen uns als Elternbegleiter. Gelingt es uns mit Wünschen, Anregungen und Beschwerden der Eltern individuell und konstruktiv, mit einer erziehungspartnerschaftlichen Haltung umzugehen, dann ist dies die beste Grundlage für eine gelungene Betreuungssituation für das Kind. 

 

 

Woran halten bzw. orientieren wir uns?

 

Gesetzliche Grundlagen

BayKiBiG

Kinder haben ein Recht auf Bildung – und dieses Recht beginnt nicht erst mit dem Schuleintritt, sondern bereits mit der Geburt, denn Kinder lernen von Anfang an.

Diese gesetzliche Grundlage bildet das Fundament unserer Arbeit. Wir richten uns danach und entwickeln unsere Qualität kontinuierlich auf dieser Basis weiter.

 

 Schutzauftrag gemäß § 8 a KJHG

Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten des Kindes einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten.

In Vereinbarung mit den Trägern und Einrichtungen, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene pädagogische Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie dies für erforderlich halten und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. Zu den Einrichtungen, die Leistungen nach dem KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) erbringen, gehören auch Kindertagesstätten, d. h. auch diese sind beauftragt, den Schutzauftrag wahrzunehmen.

 

 Daten- und Informationsschutzgesetz § 5 IFG

 (…)Zugang zu personenbezogenen Daten darf nur gewährt werden, soweit das Informationsinteresse des Antragstellers das schutzwürdige Interesse des Dritten am Ausschluss des Informationszugangs überwiegt, oder der Dritte eingewilligt hat (…).

Dies wird durch Einhaltung der ausgefüllten Einverständniserklärung der Eltern umgesetzt.

 

 SGB VIII, SGB XII

Die Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege ist Bestandteil der Jugendhilfe und grundlegend im Sozialgesetzbuch VIII geregelt.

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2.3.5. Versicherungsschutz

Kinder die unsere Einrichtung besuchen sind gesetzlich unfallversichert. Dieser Schutz gilt auch für den direkten Weg in die Einrichtung.

Kinder, die die Einrichtung noch nicht, oder nicht mehr in einem bestehenden Vertragsverhältnis besuchen (stundenweise), also Schnupper- oder Besuchskinder sind dann gesetzlich unfallversichert, wenn dies vorher mit dem Personal vereinbart wurde.

 Infektionsschutzgesetz

Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Entsprechend diesem Gesetz unterschreiben unsere Eltern ein Dokument zum Infektionsschutzgesetz, durch welches sie über meldepflichtige Krankheiten und deren Übertragungsrisiken informiert werden. Bei ansteckenden Krankheiten fordern wir ein Attest zur Gesundschreibung ein.

 

Mitteilungspflicht der Eltern

Lt. BayKiBiG sind die Eltern verpflichtet, dem Träger / der Einrichtung folgende Daten mitzuteilen:

 

o Name und Vorname des Kindes

o Geburtsdatum des Kindes

o Geschlecht des Kindes

o Staatsangehörigkeit des Kindes und der Eltern

o Namen, Vornamen und Anschriften der Eltern

o Anspruch des Kindes auf Eingliederungshilfe evtl. Änderungen sind dem Träger unverzüglich mitzuteilen.

 

Der Träger hat die Eltern auf diese Pflichten und die Folgen eines Verstoßes (Art. 26b – Ordnungswidrigkeit, Bußgeld) hinzuweisen. Demzufolge bitten wir Sie, uns unbedingt jegliche Änderungen die Anschrift, Wohnort, etc. betreffen umgehend mitzuteilen.

 

 

…so lernen wir uns kennen!

 

Eingewöhnung

 

Wir wollen bei den Kindern jene Basiskompetenzen stärken, die auch für die Bewältigung von Übergängen (Wechsel in oder der Einrichtung) bedeutsam sind.

Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, in der steten Veränderung, sowohl auf gesellschaftlicher wie auch auf individueller Ebene, zur Normalität gehört.

Bereits das Leben der Kinder und dass ihrer Familien sind von Erfahrungen mit Veränderungen und Brüchen geprägt. Übergänge sind zeitlich begrenzte Lebensabschnitte, in denen markante Veränderungen geschehen und Phasen beschleunigten Lernens.

Dafür ist es wichtig, dass die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) der Kinder schon früh gestärkt wird. Resilienz trägt dazu bei, dass Stressereignisse und Problemsituationen weniger als Belastung, sondern viel mehr als Herausforderung wahrgenommen werden.

 

Die positive Gestaltung der Übergänge von der Familie in unseren Kindergarten können auf spätere Übergangssituationen übertragen werden. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine positive und gezielte Gestaltung des Übergangs.

Der Übergang aus der Familie in das noch unbekannte Kinderhaus bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung für seine Fähigkeit, sich fremden Personen anzuvertrauen. Während der ersten Zeit in unserem Kindergarten ist das Kind mit unbekannten Räumen, fremden Erwachsenen und anderen Kindern konfrontiert. Es muss sich an neue Situationen, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche mehrstündige Trennung von den Eltern gewöhnen.

 

Die Beteiligung der Eltern am Eingewöhnungsprozess ihrer Kinder ist ein fester Bestandteil in unserer pädagogischen Konzeption. Für den Übergang von der Familie in unseren Kindergarten richten wir uns nicht nach einem festgelegten Konzept.

In unserer Einrichtung gestalten wir im Austausch mit den Familien die Eingewöhnung individuell für jedes Kind. Im Mittelpunkt stehen aber in jedem Fall das Wohl des Kindes und eine möglichst stressfreie Eingewöhnung in die sich verändernden Lebensumstände.

Wir setzen die Zeit auf ca. vier Wochen fest. Die Dauer des dafür erforderlichen Zeitraums hängt u. a. von der Individualität der Kinder, vom Muster seiner Bindungsbeziehung und seinen früheren Erfahrungen mit Trennungssituationen ab.

In der ersten Woche wird das Kind von einem Elternteil begleitet. Sie verbringen täglich ca. eine Stunde in der jeweiligen Gruppe. Die Eltern sollen sich eher passiv verhalten, ihr Kind auf keinen Fall drängen sich von ihnen zu entfernen und es immer akzeptieren, wenn das Kind ihre Nähe sucht.

 

Das Kind wird von selbst beginnen, die neue Umgebung zu erkunden, wenn es dazu bereit ist. Es wird sich vielleicht von Zeit zu Zeit mit raschen Blicken vergewissern, ob es noch die Aufmerksamkeit von Mutter oder Vater hat und sich in den „sicheren Hafen“, ihre Nähe, flüchten.

Die Erzieherin versucht vorsichtig und ohne zu drängen, am besten über Spielangebote oder Beteiligung am Spiel des Kindes, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Sie beobachtet sorgfältig die Interaktion zwischen Kind und Mutter bzw. Vater und sucht nach Anhaltspunkten, die für eine kürzere oder längere Eingewöhnungszeit sprechen.

In der Krippe finden Trennungsversuche in der ersten Woche  nicht statt. In der zweiten Woche unternimmt der begleitende Elternteil einen ersten Trennungsversuch.

Einige Minuten nach Ankunft im Gruppenraum verabschiedet er sich vom Kind und verlässt den Raum, auch wenn das Kind protestiert. Reagiert das Kind auf den Weggang der Eltern eher gleichmütig und ist es weiter interessiert an seiner Umgebung, so kann diese erste Trennungsepisode bis zu einer Stunde ausgedehnt werden.

Das gilt auch wenn das Kind zwar zu weinen beginnt, sich aber rasch und dauerhaft von der Bezugsperson beruhigen lässt. Zeigt das Kind Anzeichen von Erschöpfung und weint, wird der Trennungsversuch für diesen Tag beendet.

Die Eltern kehren in den Gruppenraum zurück. Die Erzieherin beobachtet während des Abschiedes und bei der Wiederkehr des Elternteils das Verhalten des Kindes gegenüber Mutter oder Vater.

Es kommt darauf an, in welchem Maß das Kind die Anwesenheit von Mutter oder Vater über eine Woche hinaus wirklich braucht, denn eine unnötig ausgedehnte Begleitung durch die Eltern kann manchen Kindern eher schaden als nützen.

In der zweiten Woche übernimmt die Bezugsperson in zunehmendem Maße die Versorgung des Kindes (füttern, wickeln) und bietet sich ihm als Spielpartner an.

Die Eltern überlassen es jetzt immer der Betreuerin als erste auf Signale des Kindes zu reagieren. In dieser Zeit wird der Zeitraum, in dem das Kind allein in der Gruppe bleibt, verlängert.

Mit Hilfe der Erzieherin wird ein kurzes Abschiedsritual mit dem Kind entwickelt, das von nun an eingehalten werden soll und dem Kind die tägliche Trennung sehr erleichtern kann.

 

Die Eltern halten sich für den Notfall in der Nähe auf, und sind für das Personal erreichbar. Die Eingewöhnung des Kindes ist grundsätzlich dann abgeschlossen, wenn es die Bezugsperson als „sichere Basis“ akzeptiert und sich von ihr trösten lässt.

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass das Kind gegen den Weggang seiner Eltern protestiert. Das ist sein gutes Recht. Entscheidend ist, ob es sich von der Betreuerin schnell beruhigen lässt, wenn die Eltern gehen und sich danach interessiert und in guter Stimmung den angebotenen Aktivitäten zuwendet. Für Kinder, die sich noch immer in Abwesenheit von Mutter oder Vater ängstlich zeigen und sich von der Erzieherin nicht oder nur schwer beruhigen lassen, wird die Eingewöhnungszeit mit den Eltern um eine Woche verlängert. Wenn auch am Ende der dritten Woche das Kind noch nicht bereit scheint, ohne Eltern in der Gruppe zu bleiben, wird im Gespräch mit den Eltern geklärt, ob sie selbst bereit sind eine Anpassung ihres Kindes an die neue Umgebung zu akzeptieren oder ob starke Trennungsängste und Vorbehalte der Eltern diese Anpassung des Kindes nicht eher behindert. Wir versuchen, die Kinder nach unseren Möglichkeiten auch beim Übertritt von der Kinderkrippe in den Kindergarten zu unterstützen.

 

Starke Gefühle gehören dazu: Abschied, Verlust, Trauer, aber auch Stolz und Freude auf das Kommende. Auch unsere Eltern werden in der Übergangssituation begleitet. In Elterngesprächen oder Tür-und Angelgesprächen stehen wir jederzeit beratend zur Seite.

 

 

 

 

 

 Unser Schwerpunkt: Kneippen mit Kindern

Wer war Sebastian Kneipp?

 

Sebastian Kneipp – sein Leben und Wirken

 

Sebastian Kneipp wurde 1821 im bayerischen Allgäu als Sohn eines einfachen Landwebers geboren. In seiner Kindheit erlebte er Armut und musste früh schwere Arbeit verrichten.

Als Hirtenjunge und Weber musste er gemeinsam mit dem Vater für den Unterhalt der Familie sorgen. Schon damals hatte er eine klare Berufsvorstellung: Er wollte Pfarrer werden.

Doch Herkunft und Armut der Eltern sowie fehlende Bildung verwehrten ihm anfangs die Verwirklichung seines kühnen Berufs-wunsches. Trotzdem gab der junge Kneipp nicht auf.

Tatsächlich fand Kneipp einen Förderer in einem entfernten Verwandten, Kaplan Matthias Merkle. Dieser hatte die Begabung und offensichtliche Berufung des Jungen erkannt und eröffnete ihm die Möglichkeit, seine  Schulbildung so   weit fortzuführen,  dass  er  mit

23 Jahren in das Gymnasium in Dillingen eintreten konnte, um dort das Abitur zu machen. Es folgten arbeitsintensive Jahre für den ambitionierten Kneipp. Als Tagelöhner verdiente er sich seinen Unterhalt, und nachts lernte er für sein Abitur, das er 1848 bestand. Bald darauf begann er sein theologisches Studium in München und Dillingen. Für die jahrelangen, übermäßigen Anstrengungen und Entbehrungen musste er einen hohen Preis bezahlen:

Er bekam Lungenblutungen, heute unter Tuberkulose bekannt. Bald war er so geschwächt, dass die Ärzte jede Hoffnung aufgaben. Doch er kämpfte gegen seine Krankheit und besuchte regelmäßig die Vorlesungen.

Inspiration durch Johann Siegmund Hahn

 

Eines Tages entdeckte er in der Hofbibliothek in München ein „Wasserbüchlein“, das ihn sofort fesselte. Es war das Buch des Johann Siegmund Hahn, der „Von der Krafft und Würkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen“ berichtete. Mitten im Winter entschloss sich Kneipp spontan, die darin beschriebenen Vorschläge umzusetzen. In diesem Jahr lief er mehrere Male pro Woche den weiten Weg vom Priesterseminar in Dillingen zur Donau. Er tauchte in die eiskalten Fluten, badete, eilte wieder nach Hause und hatte nach mehreren Monaten die Krankheit völlig überwunden.

 

Nach seiner Priesterweihe 1852 hatte Sebastian Kneipp verschiedene Kaplanstellen inne, bis er schließlich 1855 nach Wörishofen kam und dort 1881 die Pfarrstelle erhielt.

 

Kneipp entwickelte eine ganzheitliche Therapiemethode

 

Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher entwickelte er planmäßig und gezielt das Konzept seiner Wasseranwendungen weiter und widmete sich zunehmend anderen gesundheitsfördernden Themen. Er erforschte die heilende Wirkung von Pflanzen sowie den positiven Einfluss gesunder Ernährung und Bewegung auf den Menschen. Mit seiner innovativen und ganzheitlichen Therapiemethode war er sehr erfolgreich. Er hielt Vorträge in ganz Europa und schrieb verschiedene Abhandlungen, darunter auch die Bücher „Meine Wasserkur“ (1886) und „So sollt ihr leben“ (1889), die heute noch erhältlich sind.

 

1897 starb Sebastian Kneipp im Alter von 76 Jahren. Seine einzigartige Naturheilmethode hatte zu diesem Zeitpunkt eine Gesundheitsbewegung ausgelöst, die es bis dahin in Deutschland noch nicht gegeben hatte.

 

Kneippen mit Kindern

 

„Kinder von heute – gesundheitsbewusste Erwachsene von morgen“

 

Die Lehre nach Pfarrer Kneipp ist heute aktueller denn je! Gerade in der heutigen Zeit, wo Stress, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und Leistungsdruck zum allgemeinen Leben gehören, kann man bei Kindern einen Anstieg der chronischen Erkrankungen beobachten. Kneipp hatte schon damals erkannt, dass die Beziehung zwischen Körper, Geist und Seele eine wesentliche Rolle für Gesundheit und Krankheit spielt.

 

Das von Pfarrer Sebastian Kneipp entwickelte System zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten ist nicht nur ein Heilkonzept, sondern auch ein Lebenskonzept, das auf folgenden fünf Grundelementen beruht:

 

 

1. Lebensordnung

2. Wasseranwendungen

3. Heilkräuter

4. Bewegung

5. Ausgewogene Ernährung

 

 

 

Die fünf Kneippschen Elemente

In der ursprünglichen Kneipp-Therapie stellten die Wasseranwendungen das Herzstück dar, das aber schon bald von den vier anderen Elementen ergänzt wurde.

 

 

Lebensordnung – seelisches Wohlbefinden

 

„Die Sonnenblumen erwarten am Morgen die Sonne im Osten

und bleiben ihr zugewandt, bis sie abends im Westen untergeht.“

Sebastian Kneipp

 

 

Die „Kneippsche Lebensordnung“ kann im Bereich der Kindererziehung als Streben nach größtmöglicher Ausgeglichenheit und Harmonie für das Kind in der Gesellschaft verstanden werden. Für jedes Kind, unabhängig von seiner Herkunft, Lebensgeschichte und Entwicklung sind insbesondere Liebe, Angenommen sein, Zärtlichkeit und Geborgenheit, Zuverlässigkeit,

Vertrauen, Anerkennung und Kontinuität wichtig für seine innere Ordnung.

 

 

Die Betreuerinnen pflegen einen offenen, ehrlichen und vor allem achtenden Umgang mit den ihnen anvertrauten Kindern.

Was unseren Kindern gut tut:

 

  • gezielte Angebote, ausgerichtet am Jahreszeitenkreis
  • gemeinsame Unternehmungen
  • Anerkennung und Lob
  • in der Gruppe am Tun beteiligt sein
  • Entspannungsangebote (Yoga, Massagen etc…)
  • Vertrauen in das Wissen und Können und in das zu Erlernende setzen
  • Ermuntern und Loslassen zu Eigeninitiative bis hin zur aktiven Selbstständigkeit
  • klare Formulierungen – Grenzen setzen

 

 

 

Förderliche Rahmenbedingungen sind:

 

  • geregelter Tagesablauf: Essenszeiten, Spieleinheiten, Lernangebote
  • ausreichender Ruhephasen während des Tages
  • gezielter und verantwortlicher Medieneinsatz
  • angenehme Atmosphäre
  • gesunde Raumbedingungen
  • regelmäßige Luftzufuhr
  • sinnvoller ökologischer Umgang in der kindlichen Umwelt
  • elementarer Wissenserwerb durch Projektarbeit und Lernangebote
  • Förderung der Sinne und der Kreativität

 

 

Bewegung, aktive Auseinandersetzung

        mit der Umwelt

 

 

„Untätigkeit schwächt, Übung stärkt,

Überlastung schadet.“

Sebastian Kneipp

 

 

Bewegung ist ein elementares Bedürfnis, das gleichberechtigt neben allen anderen Grundbedürfnissen steht. Bewegung ist entscheidend für die geistige und körperliche Entwicklung und stärkt das körperliche und seelische Wohlbefinden. In der Kneipp-Kindertageseinrichtung wird Bewegung mit positivem Erleben verknüpft und den elementaren Bewegungsformen Vorrang gegeben.

 

 

Für den Alltag bedeutet dies:

 

  • konsequent und mit neuem Bewusstsein dem täglichen Bewegungsdrang eines jeden Kindes Rechnung tragen
  • genügend Freifläche mit gut angelegten Spiel- und

Bewegungsräumen, Sport und Mehrfunktionsraum schaffen

  • wöchentliche Sportangebote einsetzen
  • viel Bewegung im Freien suchen, bei jedem Wetter

Gesunde Ernährung

 

 

Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche

und nicht durch die Apotheke.“

Sebastian Kneipp

 

 

Circa 80 Prozent aller späteren Krankheiten sind im weiteren Sinne ernährungsabhängig oder wurden durch falsche oder zu viel Nahrung im negativen Sinn beeinflusst. Das ist Anlass genug, in unserer Einrichtung von Anfang an auf eine gesunde ausgewogene, möglichst naturbelassene Ernährung in entspannter, angenehmer Tischatmosphäre zu achten.

 

Wir orientieren sich an folgenden Punkten:

 

  • Frischobst, Gemüse, Kräuter, Sprossen,   Vollkorn- und Milchprodukte sind   unverzichtbar.
  • Besonders wichtig ist eine ausreichende   Flüssigkeitszufuhr. Wasser, Saftschorlen und Kräutertees werden angeboten.
  • Kinder lieben es, ihre Speisen selbst aktiv zuzubereiten und die Küche als Experimentierfeld und Kreativraum zu   erleben.
  • Die Kinder erfahren die Herkunft unserer Lebensmittel, wie sie erwirtschaftet werden, wie man sie aufbereitet, auf was beim Einkauf geachtet werden sollte. Sie erkunden den Nahrungskreislauf.
  • Die Ernährung richtet sich an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

 

 

Heilpflanzen und Kräuter

 

 

„Jahrelang habe ich mehr mit Kräutern als mit Wasser kuriert

und damit die schönsten Erfolge erzielt.“

Sebastian Kneipp

 

Im direkten Umgang mit dem Schatz der Natur wird das Verständnis für Nutzen und Schaden aus der Natur geweckt, das Kind erkennt dabei die Einbettung des Menschen in seine Umwelt. Das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und dem eigenen Körper wird unterstützt und gefördert.

 

Angebote rund um Heilpflanzen und Kräuter:

 

  • Beobachtungsgänge und Exkursionen zum Sammeln von Kräutern
  • Kräutergarten oder Kräuterbeet anlegen und pflegen
  • Tees herstellen, Teerituale durchführen
  • Kräuter frisch oder getrocknet verwenden
  • Nutzung von Massageöl

 

Wasser – natürliche Reize erleben lassen

 

 

Das natürlichste und einfachste Abhärtungsmittel

ist das Barfußlaufen“.

Sebastian Kneipp

 

 

Durch das Leben in einer technisierten und klimatisierten Umwelt werden viele Lebensfunktionen nicht mehr in ausreichendem Maße trainiert. Zum einen finden wir eine intellektuell- nervöse Reizüberflutung, zum anderen fehlen immer mehr natürliche körperliche Reize wie Sonne, Luft, Wärme, Kälte und Wind, auf die der Körper zur Aufrechterhaltung seiner Abwehrkräfte angewiesen ist. Deshalb bieten Wasseranwendungen Möglichkeiten, Reize und Körperreaktionen konkret zu erleben, auf kindlichem Niveau zu hinterfragen und konkret zur gesundheitlichen Gesamtverfassung beizutragen. Die Umgebung birgt ein großes Angebot an natürlichen Reizen. Das Element Wasser ermöglicht über Erlebnisse, Erfahrungen und Experimentierfreude die Umwelt zu erschließen.

Praktisches Beispiel:

: Nur mit warmen Armen, Händen und Füßen ins kalte

   Wasser!

 

Kneipp-Muntermacher – das kalte Armbad

 

So wird’s gemacht:

 

  • Armbadewanne oder Waschbecken mit kaltem Wasser füllen (ca. 15° C)
  • Beide Arme bis zur Mitte des Oberarms eintauchen
  • Nach 30 Sekunden, oder auch früher, falls es zu kalt wird, Arme rausnehmen
  • Wasser abstreifen und Arme bewegen, bis sie warm werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "Eine Welt-Kita: fair und global"

 

 

 

 

„Wenn wir selbst glücklich sein wollen, sollten wir Mitgefühl üben, und wenn wir wollen, dass andere glücklich sind, sollten wir ebenfalls Mitgefühl üben. Wir alle sehen doch lieber lächelnde als finstere Gesichter.“

                                                                                                                      (Dalai Lama)

Im Dezember 2021 wurde unser Kindergarten mit dem Preis: „Eine Welt-Kita: fair und global“ ausgezeichnet.

Dafür hatten wir im September 2021 eine Teamfortbildung und uns wurde schnell klar, dass wir vieles, was für die Auszeichnung nötig ist bereits in unserer Einrichtung umsetzen. Die Jury des „Eine Welt -Netzwerkes Bayern e.V.“ sah das auch so und so konnten wir im Dezember 2021 die tolle Auszeichnung entgegennehmen.

Wichtige Schwerpunkte dabei sind:

  • Globales Lernen als Bildungskonzept mit dem Blick über unseren eigenen Tellerrand hinaus
  • Einsatz für eine gerechtere, ausgewogenere Welt mit dem Blick auf die Menschenrechte
  • Vielfalt als Bereicherung für das Zusammenleben zu begreifen
  • Nachhaltigkeitserziehung und globale Gerechtigkeit gemeinsam mit den Kindern im Alltag zu gestalten und zu leben
  • die eigene Lebenswelt zu gestalten, sich als aktiv gestaltendender und handelnder Teil der Einen Welt zu erleben und zu begreifen
  • ins Gespräch mit den Kindern kommen und ihnen immer wieder die Gelegenheit geben um untereinander über Vielfalt und Einzigartigkeit, über Diskriminierung und soziale Gerechtigkeit sowie über globale Zusammenhänge nachzudenken und Verbesserungsideen zu finden

 

In unsrer Kita wurden in verschiedenen Bereichen schon seit vielen Jahren dazu Projekte gemacht und nachhaltig gearbeitet.

Einige praktische Beispiele finden Sie hier:

  • „Unsere neue Taktik ist weniger Plastik“
  • Wir machen Jogurt selbst um Müll zu sparen
  • Wir achten auf eine gesunde, plastikverpackungsfreie Brotzeit
  • Wie haben Sitzkissen für die Naturtage selbst genäht
  • Bei uns gibt es nachhaltige  Geburtstags- und Nikolausgeschenke
  • Aktion: „24 gute Taten“ zu Weihnachten 2022 in Form eines nachhaltigen Adventskalenders
  • Es gibt Tipps für Eltern in unsrer Kindergarten- App „Stramplerbande“ zum nachhaltigen Konsum und ökologischen Themen
  • Wir bepflanzen und ernten in unserem eigenen Hochbeet und verwerten das Gemüse selbst
  • Wie sind offen und interessiert für andere Kulturen und Nationalitäten, z. Bsp. Singen wir auch unser Geburtstagslied in verschiedenen Sprachen
  • Wir nutzen eine Kindergarten App, die alles in verschiedene Sprachen übersetzt
  • und vieles mehr

Natürlich werden wir auch in der Zukunft eine große Priorität auf diese und weitere globale Themen legen.

 

Weitere Schwerpunkte

Soziale und kulturelle Umwelt

 

„Kinder brauchen Wurzeln und Flügel!“

(von Goethe)

 

Bei uns sind Kinder zum ersten Mal in einer größeren Kindergemeinschaft, wo alle die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Das sind die Wurzeln für kindgemäßes Erleben von Demokratie. Hierbei wird ein Namensteil unserer Einrichtung erläutert und hoffentlich deutlich, wie wichtig er uns ist.

 

Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschieden, wechselseitiges Anerkennen von Rechten, eigenständiges Bearbeiten von Konflikten, Ringen um das, was fair ist und was ungerecht ist prägt unsere Arbeit. Aktive, selbstbestimmte und wirkungsträchtige Mitbestimmung, Mitentscheidung und Mitgestaltung (Partizipation), aber auch das Vermitteln von Werten und Brauchtum unserer Gesellschaft ist der wichtigste Bestandteil unserer Arbeit.

 

Erleben wollen wir dies, vor allem in der Freispielzeit, wo die Kinder Ort, Partner, Zeit und Spielmaterial frei wählen können! Hier findet vorwiegend das soziale Lernen statt!

 

Aber auch bei:

 

  • gezielten Angeboten (Stuhlkreis)
  • Festen (z.B. Martinsumzug, Sommerfest, Geburtstagsfeiern)
  • verschiedene Projekte (z.B. Keiner ist zu klein zum Helfen!)
  • Aktionstagen (z.B. Ausflüge)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inklusion

“Was im Vorhinein nicht ausgegrenzt wird,

muss hinterher auch nicht eingegliedert werden!“

                                                                                              (Richard von Weizsäcker)

 

Der Schutz vor Ausgrenzung und Diskriminierung ist oberstes Ziel der Inklusion und wurde in der UN-Behindertenrechtskonvention formuliert.

An unserem Bildungs- und Betreuungsangebot dürfen alle Kinder – unabhängig von Behinderung, Herkunft, Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Bildung oder sonstigen individuellen Merkmalen teilnehmen.

Alle Menschen sind verschieden und alle besitzen Stärken und Schwächen. Wir verstehen unter Inklusion das Prinzip der Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt in Bildung und Erziehung. Wir betrachten Diversität als positive Gegebenheit.

Dem liegt die Überzeugung zu Grunde, dass von der Unterschiedlichkeit und Vielfalt jedes Menschen die Gemeinschaft und jede und jeder Einzelne gleichermaßen profitieren.

 

Inklusive Praxis bedeutet für uns, Angebote von vornherein so zu planen, das alle teilhaben können. Um die Teilhabe zu ermöglichen müssen individuelle und kreative Lösungen gefunden werden.

 

 

Körper, Bewegung und Gesundheit

“Bewegung ist eine elementare Form des Denkens!“

                                                                                                          (Gerd Schäfer)

 

Gesundheitserziehung im Kindergarten geht weit über das Training des Händewaschens und Zähneputzen hinaus. Sie umfasst vielfältige Bewegungsanregungen, gesunde Ernährung ebenso wie die Sorge und den Einsatz für eine gesunde Umwelt!

Wie unser Name Wurzel Purzel schon zum Ausdruck bringt, ist uns gerade auch dieser Bereich sehr wichtig und so gibt es extra einen eigenen Raum, in dem die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang nachkommen können!

 

Außerdem werden angeboten:

  • Geräte und Turnmaterialien für Kinder
  • Spiele, Tanzangebote
  • Naturtage
  • Kochtage
  • Schwimmtage
  • Verschiedene Projekte (z.B. Die kleine Lok, Schwimmkurs, Trau dich Kurs)
  • Aktionstage (z.B. Besuch im Krankenhaus)

 

 

 

 

Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien

 

„Sprache ist ein Verkehrsmittel; so die Eisenbahn Güter von Leipzig nach Dresden fährt, so transportiert die Sprache ihre Gedanken von einem Kopf zum anderen.“

                                                                                                        (Wilhelm Oswald)

 

 

Kommunikation durchzieht kindliches Handeln überall und jederzeit.

Das Aufwachsen der Kinder in einer Mediengesellschaft heißt unter anderem, Bilder und Texte, gesprochene und geschriebene Sprache in hoher Dichte, schneller Abfolge und variierenden Erscheinungsformen zu erleben. Es heißt auch, frühzeitig von Mehrsprachigkeit umgeben zu sein. Sprachliche Bildungsprozesse herauszufordern, ist daher eine umfassende Aufgabe der pädagogischen Arbeit.

 

Kommunikative Anreize werden bei uns vielfältig angeboten:

  • Gespräche mit einzelnen Kindern oder in der Gruppe
  • das eigene Tun sprachlich begleiten
  • Rhythmus betonte und musikalische Spiele
  • Reime, Verse, Fingerspiele, Geschichten und Bilderbücher vorlesen
  • Geschichten erfinden
  • Spiele spielen
  • Laute und Lautverbindungen differenziert hören
  • Silben hören
  • Malen
  • Buchstaben kennen lernen
  • Englisch lernen
  • Theateraufführung

 

 

 

Vorkurs Deutsch

 

 

 

 

„Die Grenzen meiner Sprache(n) sind die Grenzen meiner Welt“

                                                                   (Ludwig Wittgenstein)

 

Wir haben nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und betreuungsgesetz (BayKiBiG) den Auftrag, besondere Sprachfördermaßnahmen für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen vorzusehen.

 

Diese Maßnahme zur Verbesserung der Sprachkompetenz ist besonders für Kinder gedacht, deren Elternteile nicht deutscher Herkunft sind.

 

Implizite Voraussetzung hierfür ist, dass die pädagogische Fachkraft einen solchen besonderen Sprachförderbedarf zuverlässig feststellt. Wir verschaffen uns entwicklungsbegleitend, auch durch Verwendung des Bogens „Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen“ (SISMIK), die erforderlichen Kenntnisse über den individuellen Sprachstand der Kinder.

 

Der Vorkurs Deutsch findet in einer Kooperation mit der Grundschule statt. Dieser Bedarf der Einwilligung der Erziehungsberechtigten.

Bildnerisches Gestalten

 

„Nichts ist im Verstande, was nicht zuvor in den Sinnen war!“

                                                                            (John Locke)

 

Bei ihren Versuchen, die Welt kennen und verstehen zu lernen, beschreiten die Kinder ganz eigene Wege und greifen hierbei zu den unterschiedlichsten Mitteln. Indem sie zeichnen, malen, collagieren, mit plastischen Materialien (Ton, Knete, Sand...) oder mit Wasser und Papier experimentieren, setzen sie sich mit ihrer Umwelt auseinander, verarbeiten ihre Erlebnisse und verleihen darüber hinaus ihren Eindrücken neuen Ausdruck.

 

Die Kinder sollen bei uns erste Materialerfahrungen mit Ton, Schere Stiften, Kleister etc., verschiedene Gestaltungsformen kennen lernen und ihrer eigenen Ausdrucksmöglichkeiten bewusstwerden.

 

Ganz wichtig ist uns: Jeder malt so gut er kann und das wird anerkannt!

 

 

 

Musik

 

„Es gibt Bereiche der Seele, die nur durch die Musik beleuchtet werden!“

(Zoltán Kodály)

 

Musizieren entwickelt bei Kindern nicht nur Feinheiten des Gehörs und Beherrschung von Stimme oder Instrument, sondern hat Wirkungen auf Geist und Seele des Kindes: Musik fördert die kindliche Intelligenz und die innere Ausgeglichenheit.

 

Aus diesem Grund sind bei uns im Kindergarten musische Angebote wichtig, wobei es uns um die Entfaltung der kindlichen Empfindungs- und Ausdrucksmöglichkeiten geht. Ein Mittel dazu ist das Singen. Über die Stimme hinaus kann der ganze Körper als Instrument genutzt werden. Einzelne einfache Instrumente können kennen gelernt werden, um verschiedene Klänge, wie die Stille zu erleben.

 

Mathematische Grunderfahrungen

 

„Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben!“

(Galileo Galilei)

Die Mathematik – ursprüngliche Bezeichnung für Wissenschaft - entstand in der Menschheitsgeschichte aus den praktischen Problemen des Zählens, Messens, Rechnens und aus geometrischen Aufgaben bei Hausbau und Landvermessung. Seit mehr als 2500 Jahren beschäftigt sich die Mathematik mit rechnerischen und geometrischen Ordnungsstrukturen unserer Welt.

 

Mathematische Grunderfahrungen lassen sich im Kindergarten nicht abgelöst vom Alltagsgeschehen und den Fragen des Kindes erarbeiten. Gemäß dem Bildungsverständnis unseres Bildungsprogramms konstruiert sich jedes Kind sein eigenes Bild von der Welt der Zahlen und Mengen und der sich daraus ergebenden Symbole und Ordnungsstrukturen.

 

Für uns im Kindergarten kommt es zuerst mal darauf an, die Freude der Kinder an der Begegnung mit Mathematik zu wecken, und dann wollen wir den Aktivitäten des Alltags einen „mathematischen Stellenwert“ verleihen, indem wir uns z. B. sprachlich präzise ausdrücken, nicht etwa: „Wir brauchen für unser Spiel Stühle!“, sondern „Wir brauchen 5 Stühle, für jedes Kind einen!“

Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

 

              

„Das Erstaunen ist der Beginn der Naturwissenschaft!

                                                                                             (Aristoteles)

 

Mit all seinen Sinnen erschließt sich das Kind seine Umwelt und es baut darauf erste naturwissenschaftliche Erfahrungen und weiterführende Fragestellungen auf. Viele der „Warum“-Fragen des Kindes richten sich auf naturwissenschaftliche und technische Phänomene. Das Kind nimmt durch Beobachten, Beschreiben, Vergleichen und Bewerten seine belebte und unbelebte Umwelt wahr. Es streift durch die Fachdisziplinen der Biologie, Chemie, Physik und Technik, nach seiner eigenen Logik und ganz nach seinem Interesse.

 

Das Einbeziehen der belebten Welt – der Umgang mit Pflanzen, Menschen und Tieren – ist traditioneller Bestandteil unserer Arbeit. Wobei die Beschäftigung mit Chemie und Physik noch etwas ungewohnt ist, aber immer mehr in Projektarbeit und Aktionstagen Einzug erhält, da dies gerade die Entdeckerfreude der Kinder trifft.

 

 Vorschulerziehung

 

„Wir machen den Weg frei“

 

Unter dem Begriff Vorschulalter verstehen wir die Zeit von der Geburt bis zur Einschulung. Damit ist also nicht nur das letzte Jahr vor dem Schuleintritt gemeint.

Dennoch ist das letzte Kindergartenjahr für die „Großen“ etwas Besonderes. Sie übernehmen mehr Verantwortung für sich, für andere und erhalten mehr gezielte Angebote.

Außerdem bieten wir abgestimmte Projekte zu den verschiedenen Schwerpunkten an!

Zusätzlich bahnen wir den ersten Kontakt zur Schule und zu den Lehrkräften an. Im Rahmen einer Kooperation besuchen wir in regelmäßigen Abständen die Schule oder eine Lehrerin besucht uns im Kindergarten. Außerdem nehmen die Kinder einmal jährlich an einem „Schnupperunterricht“ in der Schule teil.

 

„Ziele sind Träume,

die wir in Pläne umsetzen;

dann schreiten wir zur Tat,

um sie zu erfüllen!“        

                              (Zig Ziglar)   

Teamarbeit

 

 

Qualifizierte Arbeit „hinter den Kulissen!“

 

 

Unser Team nimmt regelmäßig an Fortbildungen Fachtagungen und regionalen Besprechungen teil. Diese Veranstaltungen nützen wir zur Reflexion und kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres pädagogischen Konzepts. Ebenso sind für uns Teamsitzungen zur Fortschreibung unserer Konzeption unerlässlich.

Wir werden regelmäßig durch eine Pädagogische Qualitätsbegleitung (PQB) unterstützt, pädagogische Prozessqualität in unserer Einrichtung auf der Basis der in der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz (AVBayKiBiG) festgelegten Bildungs- und Erziehungsziele, des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BayBEP) und der Bayerischen Bildungsleitlinien (BayBL) kontinuierlich weiterzuentwickeln. Im Zentrum von PQB stehen die systematische Beratung und Begleitung unseres Kindergartens im Bereich der Interaktionsqualität, die Stärkung unserer Einrichtung in ihrer professionellen Lern- und Entwicklungsfähigkeit, der Aufbau von Qualitätsnetzwerken auf lokaler und Landesebene unter Berücksichtigung bestehender Netzwerke und die Vernetzung von PQB mit bestehenden Systemen. (z.B. Träger, Fachberatung, Aus-, Fort- und Weiterbildung)

Selbstverständlich verfügt unser Haus über eine gute Ausstattung an aktueller Fachliteratur.

 

Wir überprüfen und aktualisieren die schriftliche Konzeption und unser internes Qualitätshandbuch regelmäßig. So können wir eine hohe Qualität pädagogischer Arbeit sicherstellen.

 

Was passiert eigentlich an den drei Konzept-Tagen pro Jahr?

 

Bis zu dreimal im Jahr bleibt unsere Einrichtung für einen Werktag geschlossen. Eine wertvolle Zeit für unser Team. Denn an diesen Tagen qualifizieren wir uns gemeinsam in sogenannten Inhouse-Seminaren weiter. Dadurch gestalten wir unsere Arbeit lebendig und aktiv weiter. Sie erfahren natürlich rechtzeitig, wann diese Tage stattfinden. So können Sie die Betreuung Ihres Kindes frühzeitig und verlässlich planen.

 

Einmal jährlich führen wir eine schriftliche Elternbefragung durch. Ihre Meinung ist uns wichtig. Verlässt Ihr Kind unsere Einrichtung, fragen wir Sie selbstverständlich nach Ihrer Zufriedenheit in unserem Hause. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zu unserer Qualitätsentwicklung!

 

Sollten es trotz allem einmal zu nicht klär baren Problemen kommen, so sind wir gerne bereit mit dem Träger, der Fachaufsicht oder Beratungsstellen eine Lösung zu suchen.

Elternbegleitung

 

Gemeinsam geht es leichter!“

                                     

Sie, liebe Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihres Kindes und dadurch unsere wichtigsten Partner!

 

Gemeinsam wollen wir die Kindergartenzeit ihres Kindes so schön wie möglich gestalten!

 

Deshalb werden wir uns bemühen Ihnen viele Informationen weiterzugeben, um unsere Arbeit so transparent wie möglich zu machen. Aber auch für ihre Wünsche, Anliegen, Anregungen und Beschwerden haben wir ein offenes Ohr!

 

Wir bieten Ihnen dazu:

 

  • Elterngespräche
  • Elternabende
  • Kindergartenpost,
  • Elternbefragungen
  • Feste
  • Ausflüge etc.

 

Und wir wünschen uns von Ihnen:

 

  • uns zu informieren und zu fragen, wenn Ihr Kind Probleme hat, krank oder traurig ist
  • bei Fragen, Unklarheiten oder Sorgen an uns zu wenden
  • die Arbeiten Ihres Kindes zu würdigen, nicht abzuwerten
  • seine neue Erfahrungswelt zu verstehen und Entwicklungs-schritte zu begrüßen
  • und als Ausgleich, ihm, nach dem Aufenthalt bei uns, besondere Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken.

 

Wir würden uns über eine große Anteilnahme an unserer Arbeit freuen und vielleicht hat der eine oder andere auch Lust, uns mit seiner Mitarbeit im Elternbeirat zu unterstützen.

 

                                  

 Kooperation und Vernetzung

 

 

Wer zeigt uns was?

 

Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen zählen heute zu den Kernaufgaben von Kindergärten. Sie ermöglichen unergründliche Hilfestellungen bei der Entwicklung unserer Kinder.

 

Laut § 8a SGB VIII sind wir, als Kindertageseinrichtung auch verpflichtet, Kinder davor zu bewahren, dass sie in ihrer Entwicklung durch den Missbrauch elterlicher Rechte oder eine Vernachlässigung Schaden erleiden. Bei einem Verdacht der Kindeswohlgefährdung sind wir verpflichtet uns Hilfe einzuholen und Kontakt mit dem Jugendamt oder Beratungsstellen aufzunehmen.

 

In unserer pädagogischen Arbeit unterstützen uns verschiedenen Institutionen: (hier sind einige wichtige genannt)

 

  • Kneippverein Landsberg
  • Schulen
  • Kirche
  • Gemeinde
  • Landratsamt
  • Fachdienste (Jugendamt)
  • Verschiedene Ämter
  • Beratungsstellen
  • Kindergärten
  • Gesangsverein
  • Obst- und Gartenbauverein
  • Naturschutzbund
  • Zahnarzt
  • Krankenhaus
  • Hallenbad
  • Handwerksbetriebe

 

 

 

                                    

 

 

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Overview

Aufnahmekriterien

Über die Aufnahme der angemeldeten Kinder entscheidet die Gemeinde als Träger zusammen mit der Leitung des Kindergartens.

 

Es besteht kein Anspruch auf Aufnahme in eine bestimmte Kindertageseinrichtung. Die Entscheidung wird den Personensorgeberechtigten schriftlich mitgeteilt.

 

Die Aufnahme in unseren Kindergarten erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren Plätze. Sind nicht genügend freie Plätze verfügbar, so wird die Auswahl unter den in der Gemeinde wohnenden Kindern nachfolgenden Dringlichkeitsstufen getroffen:

 

  1. Kinder, die im nächsten Jahr schulpflichtig werden;
  2. Kinder, deren Väter oder Mütter alleinerziehend und berufstätig sind;
  3. Kinder, deren Geschwister bereits die Einrichtung besuchen.

 

Zum Nachweis der Dringlichkeit sind auf Anforderung entsprechende Belege beizubringen.

 

Die Aufnahme erfolgt für die in der Gemeinde wohnenden Kinder unbefristet.

 

Auswärtige Kinder können aufgenommen werden, soweit und solange freie Plätze verfügbar sind. Die Aufnahme setzt die Finanzierungs-zusage durch die Aufenthaltsgemeinde voraus (Art. 23 BayKiBiG - Gastkinderregelung).

 

Die Aufnahme beschränkt sich auf das jeweilige Kindergartenjahr. Sie kann widerrufen werden, wenn der Platz für ein Kind aus dem Gemeindegebiet benötigt wird.

 

 

Aufnahme

 

Die Aufnahme des Kindes in den Kindergarten setzt einen schriftlichen Betreuungsvertrag durch die Personensorge-berechtigten und dem Träger voraus.

 

Bei der Aufnahme sind die erforderlichen Angaben zur Person des aufzunehmenden Kindes und des/der Personensorgeberechtigten zu machen.

Die Eltern verpflichten sich, Änderungen in der Personensorge, der Anschrift, der privaten und der geschäftlichen Telefonnummer der Leitung unverzüglich mitzuteilen, um im Notfall erreichbar zu sein.

 

Bei der Unterzeichnung des Betreuungsvertrages haben die Personen-sorgeberechtigten verbindlich im Voraus Buchungszeiten für das Kindergartenjahr festzulegen. Buchungszeit ist die Zeit, in der das Kind die Einrichtung regelmäßig besucht. Um die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder sicherstellen zu können, werden für die Kindertageseinrichtungen Mindestbuchungszeiten festgelegt.

 

 

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